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Stimmen unserer Frauen / Rückmeldungen



Erfahrungsbericht eines Vaters über eine Beleggeburt

„„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.“ “

Das ich nicht lache! Dieser flotte Reim muss aus einer Zeit stammen, in der Männer (bzw. werdende Väter) vor der Geburt eines Kindes lediglich für die Zeugung herhielten. Im Zeitalter des Internet, der all umfassenden Information über War. Sein und Werden ist dies nicht mehr so. Vater werden ist Stress! Entscheidungsstress! Da heutzutage und hierzulande in einer harmonischen Beziehung gemeinsam entschieden wird, was man(n), wann, wie, mit wem macht- und wozu das gut ist- kommen auch auf den werdenden Vater weitreichende Entscheidungen zu.
Eine der wichtigsten Entscheidungen ist die Hebamme. Hier kommt es darauf an, dass sich die Frau wohl fühlt und eine kompetente Partnerin an ihrer Seite hat. Die Meinung des werdenden Vaters spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. Als meine Freundin mir offerierte, dass sie eine Beleghebamme zur Geburt hinzuziehen möchte, hatte ich zunächst keine Vorstellung davon. „Was macht eine Hebamme bei der Geburt? Ist die nicht für die Nachsorge da?“ Hier musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Was eine Hebamme leistet, geht weit darüber hinaus. Meine liebe Freundin holte sich verschiedene Meinungen über verschiedene Hebammenpraxen ein und telefonierte mit der einen oder anderen. Dann sagte sie: “Ich glaube, ich hab da jemanden gefunden- Maria!“ Die beiden trafen und beschnupperten sich und hatten offensichtlich einen guten Draht zueinander. Ab diesem Zeitpunkt haben wir viele Entscheidungen zusammen mit Maria gefällt. Sie war da, wenn es bspw. Galt, ein CTG zur Beruhigung aller zu machen (auch Zuhause) oder mal eben eine Akupunkturnadel zu setzen.

Den Geburtsvorbereitungskurs haben wir selbstverständlich auch in ihrer Praxis gemacht- kein „Hechelkurs“, sondern eine auch für Männer sehr interessante Veranstaltung, bei der man(n) erfährt, was bei der Geburt eigentlich passiert. Für mich sehr interessant und aufschlussreich.

Die Begleitung der Geburt lief dann unter Regie von Maria. Wobei das nicht ganz richtig ist. Eigentlich unter der Regie des kleinen Wurms, der das Licht sehen wollte. Maria ließ ihm und uns Zeit, dirigierte alles, was um uns herum zu tun war. Hielt unnötiges von uns fern, organisierte Hilfe, wenn es zu helfen galt und schaffte es dann auch noch danach ins Theater. Sie war für meine liebe Freundin die erste und auch zweite Bezugsperson (in diesem Fall spielt der Vater die klassische Rolle- fast keine) während der Geburt und half sehr durch ihre Einschätzung in Bezug auf Kraft und Einsatz des Wehentropfes.

Auch im Nachhinein war und ist sie immer noch für uns da, wenn wir Hilfe brauchten oder nachts um vier Fragen hatten. Alles in allem „eine runde Sache“. Übrigens Jungs: Eine Geburt ist keine Comedy-Show. Also nicht wundern, wenn keiner auf Witze reagiert. Am besten einfach mal die Klappe halten.